Wissen schafft Heilung

 

Giftnotruf München

Notruf und Information:   (089) 19240
 
                                                                                      E-Mail: tox@lrz.tum.de

Herzlich Willkommen beim Giftnotruf München!

Der Giftnotruf München ist der Abteilung für Klinische Toxikologie angegliedert und behandelt pro Jahr ca. 36.000 Anfragen von Notärzten, Rettungsleitstellen, Rettungsdiensten, Kliniken und Laien. Er infomiert bei allen Vergiftungs- und Vergiftungsverdachtsfällen an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr, wie z. B. Arzneimittel-, Pflanzen-, Drogen-, Pilz-, Reinigungsmittel-, Säure- und Laugenvergiftungen, Umwelt-, Pestizid- und Herbizidvergiftungen sowie bei Schlangen- und anderen Tierbissen oder Tierstichen.

 

HINWEISE ZUR BERATUNG


Der Giftnotruf München ist unter der Nummer 089 19240 rund um die Uhr jeden Tag für Notfallberatungen erreichbar. Außerdem beantworten wir gerne auch allgemeine Anfragen zu Vergiftungen. Dafür bitten wir um telefonische Kontaktaufnahme von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 9:00 und 15:00 Uhr. Eine Beratung ist ausschließlich telefonisch möglich. Anfragen per E-Mail und Fax können leider nur in Ausnahmefällen beantwortet werden.

Die Beratung ist für Kliniken ab 01.10.2014 kostenpflichtig (siehe auch Informationsschreiben)! Für Privatpersonen, niedergelassene Ärzte, Rettungsdienste und alle sonstigen Institutionen bzw. Einrichtungen bleibt sie kostenfrei!

Einen publizierten Kommentar hierzu finden Sie als PDF am Ende der Seite. 

ENTWICKLUNG DES GIFTNOTRUF MÜNCHEN


Der Giftnotruf München wurde 1963 zusammen mit der Toxikologischen Abteilung der II. Medizinischen Klinik der Technischen Universität München als eine der ersten Giftnotrufzentralen in Deutschland von Prof. Dr. Max von Clarmann gegründet. Die Zahl der Anrufe nahm stetig zu: von einigen tausend zu Beginn auf ca. 10.000 Anrufe pro Jahr 1980, mehr als 27.000 Anrufe 1999 auf über 36.000 Anrufe 2013.

WER RUFT AN


Der Giftnotruf berät Privatpersonen (ca. 50% der Anrufe), Kliniken (ca. 30%) und niedergelassene Ärzte (ca. 15%); die restlichen Anrufe kommen von Presse, Apotheken, Instituten, Polizei und anderen staatlichen Institutionen.
Die meisten Anrufe sind aus Bayern (1999 über 22.000, davon über 3.000 aus Nordbayern), weitere 15% aus Baden-Württemberg. Unter 5% der Anrufe erreichen den Giftnotruf aus dem restlichen Bundesgebiet und dem Ausland (vor allem Österreich und Italien).

WARUM WIRD ANGERUFEN


Die Giftnotrufe betreffen zu etwa 40% Kinder im Alter bis 4 Jahre, zu etwa 50% Erwachsene ab 18 Jahre, der Rest verteilt sich auf ältere Kinder und Jugendliche; ca. 2% der Anrufer erkundigen sich wegen eines Vergiftungsverdachts bei Tieren. Ungefähr 10% der Anrufer wollen allgemeine Auskünfte zur Giftigkeit von Arzneimitteln, Chemikalien, Pflanzen, Umweltgiften usw.
Bei den Vergiftungen oder Vergiftungsverdachtsfällen handelt es sich im Kleinkind- und Kindesalter fast immer um versehentliche Einnahmen, meistens um Haushaltsmittel (Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Zigarettenteile) und Pflanzenteile, seltener um Arzneimittel und Chemikalien; ernste Vergiftungen sind hier glücklicherweise selten. Bei Erwachsenen und Jugendlichen sind versehentliche Einnahme und Einnahme wegen eines Selbstmordversuchs gleich häufig, seltener handelt es sich um Missbrauch wegen Sucht und noch seltener um gewerbliche Vergiftungen. Vergiftungen durch Tierbisse oder Stiche sind insgesamt sehr selten (ca. 1,5% der Anrufe), nehmen aber in den letzten Jahren deutlich zu.

SERVICE FÜR FIRMEN


Für Firmen bieten wir die Aufnahme unserer Notrufnummer in deren Sicherheitsdatenblättern an. Diese Leistung erbringen wir gegen eine jährliche Gebühr nach Abschluss eines Vertrages. Nähere Informationen erhalten Sie bei Frau Thalhofer-Griewaldt unter der Telefonnummer 089 19240.