Pilze - Sammeln

TÖDLICH GIFTIGE PILZE ERKENNEN

Oberstes Gebot:
Bevor man "in die Pilze geht" sollte man sich mit den tödlich giftigen Pilzen vertraut machen!
Darunter fallen in Mitteleuropa vor allem der grüne, der kegelhütige und der weiße Knollenblätterpilz, der Nadelholzhäubling (giftverdächtig auch andere Häublinge), der orangenfuchsige und der spitzbuckelige Rauhkopf und andere Schleierlinge (Cortinarius spp.), der kahle Krempling und andere Kremplinge und der Frühjahrslorchel und andere Lorcheln.

NUR BEKANNTE PILZE ESSEN

Essen Sie nur sicher bekannte Pilze!
Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf die Pilzmahlzeit oder suchen Sie eine Pilzberatungsstelle auf.

PILZE IN ANDEREN LÄNDERN

Vorsicht ist auch geboten, wenn man in anderen Gegenden oder in fremden Ländern Pilze sammelt. Bedenken Sie, dass schon im Mittelmeerraum ein anderes Klima herrscht und Flora und Fauna sich zu den nördlicheren Breiten unterscheiden. Dies trifft natürlich auch auf die Pilzwelt zu; es gibt andere Arten und Gattungen, die Sie nicht kennen bzw. die von zu Hause bekannten Pilze können ein anderes Aussehen haben!

KEINE VERDORBENEN PILZE

Sammeln und essen Sie keine verdorbenen Pilze (Vorsicht bei Regenwetter) und lassen Sie sehr junge Pilze noch stehen.

PILZE ABSCHNEIDEN ODER HERAUSLÖSEN

Ihnen bekannte Speisepilze sollten abgeschnitten und nicht ausgerissen werden.
Wenn Sie unbekannte Pilze zur Identifizierung sammeln, nehmen Sie nur eine begrenzte Anzahl mit; schneiden Sie die Pilze nicht ab, sondern lösen Sie diese vorsichtig aus ihrem Substrat (Erde, Holz), um eventuell wichtige Erkennungsmerkmale wie z. B. die von lappigen Hüllresten umgebene Knolle an der Stielbasis der Knollenblätterpilze nicht zu zerstören!
Transportieren Sie die Pilze gesondert von Ihren Speisepilzen!

PILZE TRANSPORTIEREN

Zum Transport eignen sich am besten Körbe, um die Pilze luftig gelagert und nicht matschig nach Hause zu bringen. Plastiktüten oder andere luftdichte Gefässe eignen sich nicht, da sonst durch entstehende Wärme die Pilze verderben und diese dann Beschwerden im Sinne einer bakteriell verursachten Lebensmittelvergiftung verursachen können.

PILZE NICHT ZERSTÖREN

Zerstören Sie keine Pilze, auch wenn es sich um Giftpilze handelt.
Schonen Sie seltene Arten.