Pilze - Zubereitung

Haberl B 2000

Giftpilze werden nicht essbar durch mehrmaliges Abkochen, Abziehen der Haut oder anderer Prozeduren; Giftpilze sind nicht erkennbar durch dubiose Tests wie z.B. Mitkochen eines Silberlöffels (Silberlöffel verfärben sich nicht in Anwesenheit giftiger Pilze)!!!!


SÄUBERN
Wenn man vor Ort die Pilze schon vorreinigt, hat man zu Hause nicht mehr soviel Arbeit.
Je nachdem wie Sie Ihre Pilze zubereiten möchten, müssen sie unterschiedlich gesäubert werden.
Auf jeden Fall müssen Sie schimmlige und madige Teile wegwerfen, evtl. sind bei manchen Pilzen auch die zähen Stiele nicht genießbar.
Pilze, die gekocht werden, kann man durchaus mit Wasser waschen. Pilze, die z. B. getrocknet werden sollen, reinigt man sorgfältig mit einem Pinsel.
Aus toxikologischer Sicht könnten die Pilzputzreste für eine spätere Identifikation nützlich sein!

LAGERN
Generell sind Pilze nicht lange lagerbar. Verderbliche Arten wie z. B. Tintlinge müssen bald nach der Ernte verarbeitet werden, da sie sonst regelrecht zerfliessen. Am besten lassen sich noch einige Röhrlinge aufbewahren, sofern sie luftig und kühl gelagert sind. Es empfiehlt sich allerdings, sie nicht länger als einen Tag aufzubewahren.

VERARBEITUNG
Es gibt eine Vielzahl von Rezepten und Verarbeitungsmöglichkeiten, vom Braten bis zum Konservieren auf unterschiedlichste Weise, auf die jedoch hier nicht näher eingegangen werden soll. Auf jeden Fall sollte eine Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten erhitzt werden.
Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zum Thema Kochen:
1) Essen Sie keine Pilze roh!
2) Geschmacksproben der zubereiteten Pilze nicht vor 15-20 Minuten Kochzeit nehmen.
3) Pilzgerichte kann man grundsätzlich schon ein zweitesmal erwärmen; sie sollten aber in der Zwischenzeit kühl gestellt und nicht unnötig oft aufgewärmt werden, da sie sonst bakteriell zersetzt werden können (siehe auch in der Datenbank unter "Lebensmittelvergiftung").
4) Da Pilze schwer verdaulich sind, ist es von Vorteil sie in kleine Stücke zu schneiden, gut zu kauen und nicht zu große Mengen zu essen.